Lesen fängt mit Vorlesen an

Lesen macht das Leben reicher, Lesen macht Spaß, Lesen schafft Wissen, Lesen regt die Phantasie an, Lesen macht Mut.

Wir vermitteln Vorlesepaten an Essener Kindergärten und Grundschulen. Die Lesepaten wollen durch regelmäßiges Vorlesen das Interesse an Büchern bei den Kindern wecken. Machen sie mit!

Eltern

Einstieg

Bei den Kleinsten fängt es an: In vielen Essener Kindertagesstätten sind unsere Lesepaten im Einsatz.

Eltern

Einblick

Lesen macht Spaß – und beim Vorlesen ist das nicht anders. Aufmerksame Zuhörer finden sich immer.

Vorlesepaten

Einsatz

Spannende Abwechslung im Stundenplan Essener Grundschulen: Unsere Lesepaten lassen von sich hören.

Wir sind gerne Vorlesepaten

Ohne ihren ehrenamtlichen Einsatz geht gar nichts: Hier erzählen drei Lesepaten, warum sie sich im Essener Lesebündnis engagieren – und was man dabei so erleben kann.

So läuft’s …

So engagieren Sie sich: Die Lesepaten gestalten in einer Kindertagesstätte oder einer Grundschule regelmäßig und zuverlässig eine Vorlesestunde. Sie lesen zu bestimmten Terminen einer Gruppe von Kindern vor und kommen dabei auch mit den Kindern ins Gespräch. Termine und Zusammensetzung der Gruppen werden dabei mit der Leitung der Einrichtung abgestimmt. In der Regel wird der wöchentliche Einsatz in der KiTa bzw. Schule ein bis zwei Stunden betragen. In einer KiTa wird vorzugsweise aus Bilderbüchern vorgelesen, in der Grundschule sind Vorlesebücher und Kinderbücher das Thema. Eine Vorlesestunde beinhaltet auch immer Kommunikation mit den Kindern etwa über das, was in der Geschichte erlebt wird, oder über das, was vielleicht anders hätte sein sollen. Die Lesepaten bringen Zeit mit für die Vorlesestunde in der Einrichtung, haben dazu aber auch Zeit für die Auswahl der Literatur und zur Vorbereitung der Texte. Darüber hinaus wird jeder Vorleser seine Persönlichkeit einbringen und vielleicht auch die eine oder andere Aktivität rund ums Vorlesen versuchen.

So helfen wir Ihnen: Wir besprechen mit Ihnen Ihre Vorstellungen und stellen den Kontakt zu einer passenden Einrichtung her. Wir begleiten Sie zu einem ersten „Kennenlerngespräch“, in dem die beiderseitigen Wünsche geklärt werden können. Gerne beraten wir Sie am Anfang bei der Buchauswahl. Durch unsere Kooperation mit der Stadtbibliothek können Sie einen kostenlosen Leserausweis für die Ausleihe in der Kinder- und Jugendbibliothek bekommen. Wir bieten Ihnen Tages – Seminare in der katholischen Familienbildungsstätte an, die für Sie kostenlos sind und in denen Sie erfahren, wie man gut und interessant vorliest. In regelmäßigen Abständen finden in den verschiedenen Stadtbezirken Treffen statt, in denen Sie sich mit anderen Lesepaten über die Erfahrungen beim Lesen austauschen können. Neues aus dem Lesebündnis kann aus unserem Mitteilungsblatt Leserlich entnommen werden, das mehrmals im Jahr erscheint. Weiterhin unterstützen wir Sie bei Vorleseaktionen vielfältiger Art oder bei etwaigen Lesefesten in den Stadtbezirken.

Zu Ihrer Information haben wir hier die wichtigsten Unterstützungsangebote für Ihre Vorlesetätigkeit durch unser Lesebündnis zusammengestellt.

Vorlesepaten in Essen

Die Karte zeigt eine Übersicht über Essener Kitas und Grundschulen, die bereits mit unseren Vorlesepaten versorgt sind, sowie die noch nicht versorgten Einrichtungen.
Weitere Lesepaten sind herzlich willkommen.

Wir unterstützen Sie mit Materialien

In der NRZ wurde am 07.11.19 folgender Artikel zum Lesen und Vorlesen veröffentlicht:

Kinder, die in ihrer Freizeit lesen, haben bessere Noten

Eine Studie belegt, wie wichtig es ist, dass Kinder selbst lesen. Wissenschaftler fordern, auch das Vorlesen stärker zu fördern

Kerstin Münstermann 

Berlin Pippi Langstrumpf, Räuber Hotzenplotz oder die kleine Hexe sind die Helden der Generation 40+, für die heutigen Kinder sind es vielleicht der Grüffelo, Drache Kokosnuss und Ella. Die Figuren in Kindergeschichten bleiben einem oft ein Leben lang im Gedächtnis. Dass es für die Entwicklung von Kindern zuträglich ist, wenn sie regelmäßig vorgelesen bekommen und später selbst lesen, ist allgemein bekannt.

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat nun untersucht, ob und wie sich die positiven Langzeiteffekte belegen lassen. Das Ergebnis der Studie, die unserer Redaktion exklusiv vorliegt: Kinder, die mit zehn Jahren täglich in ihrer Freizeit gelesen haben, besuchen mit vierzehn Jahren mit einer um zehn Prozentpunkte höheren Wahrscheinlichkeit ein Gymnasium.

Die Deutschnote von Kindern mit zehn Jahren, die im Alter von sechs Jahren regelmäßig vorgelesen bekommen haben, ist ein wenig besser als die der anderen. Lesen die Kinder im Alter von zehn Jahren täglich in ihrer Freizeit, ist die Deutschnote im Alter von vierzehn Jahren fast eine Viertelnote besser. Auch die Mathematiknoten sind bei den Kindern, die täglich vorgelesen bekommen und gelesen haben, tendenziell etwas besser.

IW-Forscher Wido Geis-Thöne erstellte die Analysen auf Basis des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) und untersuchte, wie sich das tägliche Vorlesen mit sechs Jahren und Selbstlesen in der Freizeit mit zehn Jahren auf die Schulnoten vier Jahre später und den Übergang auf die weiterführenden Schulen auswirken.

Welche Schlüsse kann man aus der Studie ziehen? Laut den IW-Forschern ist es wichtig, dass die Kinder kontinuierlich lesen, sobald sie das selbst können. Allerdings nimmt die Häufigkeit des Lesens in der Freizeit mit zunehmendem Alter ab. Während 56 Prozent der Zehnjährigen täglich lesen, trifft dies nur noch auf 28 Prozent der 14-Jährigen zu. Gelingt es aber, die Kinder im Grundschulalter zum regelmäßigen Lesen zu motivieren, werden sie dies mit größerer Wahrscheinlichkeit auch noch in ihrer Jugend tun.

Auch wenn das Vorlesen im Kindergartenalter weniger Einfluss auf die spätere Lesebiografie hat, fordern die Forscher, es noch stärker zu fördern; vor allem in Kitas sollte es einen größeren Stellenwert bekommen, sagt Geis-Thöne, etwa durch das Engagement von Lesepaten. Auch auf den Deutschunterricht solle mehr Wert gelegt werden.