Am 7. November 2025 fand ein gemeinsames Patentreffen aller Bezirke im Medienforum statt. Aus Anlass unseres 20-jährigen Jubiläums hatte das Essener Lesebündnis die Kinderbuchautorin Sabine Zett eingeladen, die gleichzeitig auch ehrenamtliche Lesebotschafterin der Stiftung Lesen ist. In einem kurzweiligen Vortrag sprach sie darüber, wie man Kindern am besten vorliest und wie man geeignete Bücher zum Vorlesen findet.
Humor in Büchern ist für Sabine Zett ganz wichtig, um Kinder für eine Geschichte zu begeistern. Außerdem sollten Bücher nicht zu dick sein. Es helfe zudem, die Figuren der Geschichte vorab einzuführen, bevor man mit dem Lesen beginnt. Sabine Zett hat gemeinsam mit Kindern die neue Buchreihe „Aus dem Schultagebuch“ für Kinder im Lesetraining entwickelt, in der inzwischen vier Bände erschienen sind. Ein ruhiges Schriftbild und die Unterteilung in zweifarbige Abschnitte soll das Lesen erleichtern. Zeichnungen in der Mitte der Seiten schaffen Lesepausen.
Nach dem Vortrag von Frau Zett gab es eine Kaffeepause, in der sich die Ehrenamtler rege austauschten. Gabriele vom Brauck, Mitglied des Vorstands und eine von den drei Koordinatoren, leitete zum offiziellen Austausch über. Sie las vor – einen kurzweiligen, humorvollen Text über die Ähnlichkeiten im Tagesablauf zwischen Kindern in der Kita und Erwachsenen in ihrem Berufsalltag. Standen im ersten Teil der Veranstaltung die Grundschulen im Fokus, ging es nun um die Kleineren. Man tauschte sich über Schwierigkeiten mit der Organisation, der Konzentration und dem Sprachvermögen der Kita-Kinder aus.
Alle gelangten zum Fazit, wie vielfältig und erfüllend das Vorlesen ist. Und wie immer im Leben ist nichts beständiger als der Wandel – auch bei der Entwicklung der verbundenen, geschwungenen Schreibschrift zu ausschließlichen Druckbuchstaben.